Royal International Air Tattoo

RAF Fairford

20.07.2013



Bereits eine Woche nach der Flying Legends Airshow in Duxford waren die Speicherkarten wieder leer- und der Fotorucksack eingeräumt. Die nächste Englandtour mit dem Bus führte zu RIAT 2013.
Das Flugprogramm ließ durchaus auf viele Highlights hoffen. Als Neuling beim Besuch dieser Airshow tat mir die fehlende Beteiligung der USAF nicht besonders weh, gab es doch genügend "heavy metal", Warbirds und schnelle Jets. Während der vergangenen Jahre scheint "RIAT" ständig an Attraktivität verloren zu haben, glaubt man einschlägigen Internetforen. Aber: Eine eigene Meinung bilden, erst recht beim ersten Besuch dieser Airshow, hilft immer noch am besten!
Nicht zuletzt die Teilnahme der großen bekannten Kunstflugteams Frecce Tricolori und Red Arrows erwartete ich mit Spannung - und wurde nicht enttäuscht! Es ist schon erstaunlich, mit welcher Präzision die schnellen Jets in der Formation geflogen werden, welche Figuren und Figurenwechsel gezeigt werden. Und das ganze selbstverständlich untermalt mit passender, pathetischer, Musik.



       


Einen starken Auftritt lieferten die Red Arrows, welche zur Eröffnung einen Airbus A380 der British Airways eskortierten.

Stilvoll begleitet von "British Pomp and Circumstances" Musik sorgte der Anblick dieses fliegenden Riesens für große Augen und tausende klickende Fotoapparate.
Aber auch solo überzeugten die Red Arrows mit ihrem Programm.

   

       


Die Liebhaber von Propellerflugzeugen kamen auch auf ihre Kosten.
Im 70. Jahr nach dem Angriff auf die Möhne-, Eder- und Sorpestaudämme schickte die Battle of Britain Memorial Flight ihre Lancaster in Formation mit einer Hurricane MkIIC und Spitfire Mk LF XVIE. Während des Displays machten diese beiden Warbirds Platz für einen Tornado GR.4 der 617th Sq aus Lossiemoth. In 2014 wird diese geschichtsträchtige Staffel, voraussichtlich bis zur Einführung des F-35 Jets, aufgelöst. 
   

       


       


Als weitere Oldtimerflugzeuge bevölkerten eine Hawker Sea Fury, eine Gloster Meteor und PBY Catalina den Himmel. Auch eine Abordnung der Flying Bulls aus Salzburg war über den Kanal gekommen: Die B-25J Mitchell und F4U-4 Corsair zeigten in Formation und solo ihr Können.
Nicht zu unterschätzen, sowohl beim Anblick als auch den Flugeigenschaften, ist die Avro Vulcan "XH 558". Im aktiven Dienst von 1960 bis 1993 wird der Flugbetrieb dieses ehemaligen strategischen Bombers heute durch Spendengelder finanziert. Vier Rolls-Royce Olympus Triebwerke verhelfen dem ungewöhnlichen Flugzeug zu erstaunlicher Agilität. Vom Klang mal ganz abgesehen...  

       

   

   


Ebenfalls mit von der Partie im flying display: Eine ganze Reihe Hubschrauber. Die holländische Luftwaffe schickte einen sonderbemalten Apache zusammen und alleine mit einer Demo F-16 in die Luft. Das Army Air Corps beteiligte sich ebenfalls mit einem Apache Kampfhubschrauber. Nicht fehlen durfte auch ein Chinook Mk2 der RAF sowie ein Agusta A109 der belgischen Luftwaffe. Gerade der eher schwerfällig aussehende Chinook Hubschrauber verblüffte mit erstaunlicher Wendigkeit am Himmel. Den aktuellsten Vertreter in der Rotorkategorie stellte ein finnischer NH90 dar.
     

       

   



Was schnelle und laute Jets angeht kam meines Erachtens auch kaum Enttäuschung auf. Mehrere solo displays von Tornado, F-16, Eurofighter, Gripen, Mig-29 und Rafale ließen im wahrsten Sinne die Luft brennen! 

       

       

       


Nicht nur eine Augen-, sondern auch eine Ohrenweide ist das Display der Breitling Wingwalkers. Mit ihren 4 Boeing Stearman Model 75 zeigt das Team allerfeinsten Formationskunsflug mit 4 klassischen Doppeldeckern. Damit nicht genug: Der Name Wingwalker kommt nicht ungefähr, denn auf jeder oberen Tragfläche steht eine Dame und lächelt bei Loopings, Rollen und sonstigen Späßen stets in den Fahrtwind. 


       


Während also der Blick während des Flugprogramms fast pausenlos gen Himmel gerichtet war, konnte man sich zahlreiche Flugzeuge am Boden im static display aus der Nähe ansehen. Auch an dieser Stelle kam ich voll auf meine Kosten und schaufelte dutzende Fotos auf die Speicherkarte.


       

       

       



Mein Fazit: Die Reise hat sich gelohnt! Bestens organisiert und betreut von 4Aviation wurde es weder langweilig, noch hätte ich Teilnehmer vermisst. Das mag für eingefleischte Airshow-Besucher anders sein. Mein an deutsche Flugtage gewöhntes Auge wurde von dem gebotenen Flugprogramm jedenfalls verwöhnt.




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